Live kontra Programmierung...

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eifelblitz
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Live kontra Programmierung...

Beitrag von eifelblitz » 04.10.2009 12:07

Hallo liebe KLUser,

die Zeiten haben sich schon sehr geändert, als ich um 1990 einige Gigs hatte, brauchte ich mir keinen Kopf über die Programmierung zu machen. Es gab einfach keine. Eine Kiste voller Noten, mein Yamaha PS-55 gepackt und los ging es. Ok, die Notenhefte waren alle beschrieben, Soundauswahl (viel gabs ja nicht), Rhythmus und Ablauf.

Heute sieht das doch alles anders aus.

Mach ich jetzt den Ablauf über MIDI-Steuerung oder von Hand. Nehm ich den Registrierungsspeicher (schalt ich den dann mit Pedal oder von Hand), programmier ich eine Sequenz oder notier ich mir einfach welcher Reg wann genutzt wird.

Im Grunde denke ich heute mehr darüber nach ob ich mich abhängig mache von der Technik oder lieber frei bleibe in meinen Entscheidungen beim Gig.

Ich möchte mal wissen, wie Ihr das handhabt, auch mit den Noten, wenn Ihr nicht alles auswendig könnt. ich brauch leider die Noten.

Gruß
Michael
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Kunobert
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Beitrag von Kunobert » 04.10.2009 13:14

Hallo Michael,

schön dich zu lesen.

Im Grunde ist ja deine Entscheidung schon gefallen, wenn du soweit bist, dass du nicht "Sklave der Technik" sein möchtest. Ich würde davon Abstand nehmen, die Regs per Automatik oder Sequenz umschalten zu lassen, oder auch die Variation automatisiert schalten zu lassen. Benutze deine Hände (oder auch das Pedal, ich brauche es halt fürs sustain) dazu, verhaust du dich, schaltest die falsche V., akkord sitzt schlecht, alles egal: dann drück die richtige V. und spiel weiter. Nur dadurch bekommt dein Spiel Lebendigkeit.

Lieber hundert Fehler (ok, sag mer 20 :D ) in einem Song aber alles "handgedrückt", als in Perfektion "vom Band" oder vom midi gesteuert.

Noten benutze ich so gut wie keine, ausgefallene Nummern (nightbirds z.b.) hab ich das midi drauf und lasse mir den Score anzeigen.

Gruß Mathias

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eifelblitz
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Beitrag von eifelblitz » 04.10.2009 14:50

Hallo Mathias,

ich muss da ehrlich zugeben, die Sachen bei Youtube von mir, sind alle ohne Programmierung oder Regsequenzen, nur beim Gig, brauch ich da schon etwas Sicherheit, vor allem nach so vielen Jahren ohne Gig. Das mit den Noten mach ich genauso wie Du. Allerdings kann ich vielleicht 5 Songs ohne Noten, dann hörts bei mir auf.

Bei meiner Orgel hab ich halt den Ablauf des Schlagzeugs programmiert, mehr ging da sowieso nicht.

Gruß
Michael
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Honigbaer
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Beitrag von Honigbaer » 04.10.2009 16:59

Hallo Michael

Ich trete ja nicht auf, aber habe mir von Anfang angewöhnt, mit Registrierungen zu arbeiten.
Diese habe ich nach Alphabet sortiert.
Zu jedem Titel lege ich mir einen Registrierung an, die in den alphabetischen Ordnern sind.
Ausserdem bei Bedarf noch in verschiedenen anderen Ordnern, sortiert z.B. Interpret, Medleys, Tanzrichtungen.

Also: Oberste Ebene sind folgende Ordner

A-Z
Feiern
Film
Interpret
Medleys
Tanz
Übungsstücke
Weihnacht

in dem ersten "A-Z"wieder Ordner A,B,C usw.
In den Ordner "Tanz" könntest du untergliedern, Tango, Rhumba usw.

So finde ich meine Titel eigentlich sehr schnell.

Die Noten könntest du z.B. in Schnellhefter nach Tanzrichtungen ablegen, dort natürlich alphabetisch.

Die Reg. selber habe ich mir auf 1 immer Intro, von zwei bis 6 die verschiedenen Voices oder auch Mainvariationen mit abgespeichert. Nr. 8 evtl. Ending.
In die Noten schreib ich mir an der passenden Stelle mit Bleistift die Nr. der Reg. hinein.

Klappt bei mir im Wohnzimmer recht gut. :lol:

Achso, das Weiterschalten ging nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sehr gut und schnell. :)
Liebe Grüße

Klaus

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eifelblitz
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Beitrag von eifelblitz » 04.10.2009 17:47

Hallo Klaus,

danke für Deine Idee, das werd ich mir sofort abgucken von Dir. Hast auf jeden Fall Recht damit die Regs gut zu sortieren. Danke für die Idee.
Die Noten sind bei mir alle im Key, hoffe ich wenigstens bald. :D

Gruß
Michael
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gustav_herschel
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Beitrag von gustav_herschel » 13.03.2010 22:35

Tatsächliche Lifeacts sind ja auch zunehmend seltener. Schon alleine aus dem Grund weil mit Progrmmierungen die maximalen grenzen ausgereizt werden können. Für einen guten Lifeact braucht man vor allem viel Talent.

Sir Raven
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Beitrag von Sir Raven » 28.03.2010 18:07

Und viele Bands - nicht nur aus dem Elektrobereich - bräuchten mehrere Keyboarder um alles live spielen zu können.

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